String Tanga

Der String Tanga findet seinen Ursprung nicht als Dessous, sondern als alltägliches Kleidungsstück im Lendenschurz, beziehungsweise in den Genitialzierden, wie sie in früher Zeit genannt wurden. Sie sind die ältesten Kleidungsstücken, die der Menschheit bekannt sind. Schon früher haben gerade die Indianer nicht mehr als den Lendenschurz getragen, der ähnlich beschaffen war, wie der heutige String. Nur das damals der eigentliche String durch die Schürzen vorne und hinten überdeckt wurde. Das darunter jedoch ähnelt sehr dem String, den wir heute kennen. Geschichtlich belegt ist diese Art von Kleidung erstmals in Afrika, bei den Stammesmänner der Khoisan im südlichen Teil des Landes. Aber auch in Japan war der sogenannte Fundoshi eine traditionelle Unter- und Badebekleidung für Männer, zumindest bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges.

Erst im späten 20. Jahrhundert wurde der String als Dessous in der westlichen Welt bekannt und beliebt. Als durch Oswald Kolle`s Aufklärungwelle dann auch hierzulande die Sexualmoral gelockert wurde, fand er seinen Einzug auch in deutsche Schlafzimmer. Die allgemeine modische Veränderung ab den 70er Jahren machte, auch bei den Dessous und bei der Bademode, keinen Halt. Der Stoff wurde merklich weniger und die Damen zeigten als bald recht viel mehr Haut als zuvor. Bald wurde der String zur "Reizwäsche" erklärt. Die Zeitschrift "Stern" war die erste, die im Zuge der sogenannten Sexwelle, die von etwa 1972 bis 1974 ging, den String Tanga als Dessous öffentlich präsentierte. Allerdings blieb der allgemeine modische Geschmack davon erst einmal unbeeinflusst.

Festgesetzt hat er sich damals nur im Milieu. Er war von Anfang an bei den Frauen des horizontalen Gewerbes sehr beliebt und bei der allgemeinen Bevölkerung, zumindest nach außen hin, sehr verpönt. Es dauerte noch mal knapp 16 Jahre, bis sich der String als Dessous auch bei den "normalen" Frauen richtig festsetzen konnte und als Unterwäsche populär wurde. In den 90er Jahren erkannte man, das sich der Slip unter enger, dünner oder sehr heller Kleidung nicht abzeichnete, was allgemein als sehr positiv angenommen worden ist. Schnell galt es als "nicht mehr schick", wenn sich unter der Kleidung der herkömmliche Slip abzeichnete. Es dauerte nicht lange und er fasste auch in der Bademode Fuß. Weder früher noch heute kann sich der String in der Herrenmode richtig durch- und festsetzen. Die meisten Männer empfinden es eher als unangenehm, als positiv, dass "kleine bisschen" für unten drunter zu tragen.

Abschließend ist anzumerken, dass sich der C String vom Funktionalen Einsatz zum erotischen Unterwäsche Highlight gemausert hat und in der heutigen Zeit kaum noch wegzudenken ist. Genießen auch Sie den Tragekomfort und die Annehmlichkeiten dieses Dessous.